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Der Traum von einer idealen Mensa

Gewinner des Schüler-Architekturwettbewerbs der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule prämiert Veröffentlicht NB am Mittwoch, 24. Februar 2010 Von André Pause

Braunschweig. Wie soll der neue Schulhof gestaltet sein? Wie richten wir eine Computerklasse und eine neue Mensa ein? Um diese Fragen aus Schülersicht beantworten zu können, hat der Schülerrat der Wilhelm-Bracke- Gesamtschule das Projekt „Schul(t)räume“ ausgeschrieben.

Unter der Führung von Maj-Britt Krone und Lisa Seidel, die beide zum Schulvorstand gehören, wurden Modelle, Texte, Collagen und Präsentationen zur geplanten Sanierung, beziehungsweise zum geplanten Neubau der Weststädter Gesamtschule gesammelt. „Wir wollten uns mit diesem Architekturwettbewerb als Schülerrat auch über die Schulgrenzen hinaus präsentieren, doch zunächst war die Resonanz der Schüler eher gering“, sagt Seidel.
Das Interesse für das Projekt wuchs, als Lehrer von außerhalb über den Verbund „Blick über den Zaun“ an der Schule zu Gast waren. Die in dieser Sache unvorbelasteten Pädagogen setzten sich bei der Schulleitung für die „Schul(t)räume“ ein.
Daraufhin wurden an den drei letzten Tagen vor den Weihnachtsferien Projekttage durchgeführt. Alle Klassen und Kurse erarbeiteten – befreit vom regulären Unterricht – eine Vision der neuen Gesamtschule. Einige der in diesem Prozess entstandenen Entwürfe waren bereits vom 14. bis 16. Januar in einer Ausstellung in den Schlossarkaden zu sehen. Jetzt sind die von Schülern, Eltern und Lehrern gewählten sechs besten Gruppenarbeiten ausgezeichnet worden.
Schulleiter Franz Rollinger ist begeistert vom Engagement seiner Schüler und von der Resonanz auf die Entwürfe. „Bei der Ausstellung in den Schlossarkaden gab es intensive Gespräche mit interessierten Besuchern. Und die Schüler haben den Architekten vielleicht ein paar Impulse mit auf den Weg gegeben.“
Ob die Schule jetzt aufwändig saniert oder komplett neu gebaut wird, soll von Seiten der Stadt demnächst entschieden werden. Seit Oktober vergangenen Jahres wird der Preis eines Neubaus ermittelt. „Die günstigere Lösung wird es wohl werden, allerdings sind die Kosten für eine umfassende Sanierung schon sehr hoch“, beschreibt Rollinger die Situation. Vor allem aus logistischen Gründen bevorzuge er „in der Summe“ den kompletten Neubau.

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