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Englandaustausch 2011

Wilhelm-Bracke-Gesamtschule - Holmfirth High School

Die Aufregung war groß! Vor uns lag eine neuntägige Austauschfahrt nach England, und alle 26 Teilnehmer waren nervös und gespannt. Was wird die Reise an Erlebnissen bringen? Wie werden wir in England mit der Sprache zurechtkommen? Wie wird unsere Gastfamilie sein?

 

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Am 7. März um 8.30 Uhr ging es vom Parkplatz der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule zusammen mit unseren Lehrern Frau Merk und Herrn Leidig endlich los. Nach 6 Stunden Busfahrt kamen wir am Fährhafen in Rotterdam an. Leider hatte unsere Fähre wegen Reparaturarbeiten 4 Stunden Verspätung. In dieser Zeit haben viele von uns den Fährhafen erkundet, die Kleinsten von uns durften sogar in dem Ballbecken des Kinderparadieses spielen.

Um 19.00 Uhr checkten wir dann endlich ein und durften an Bord der riesigen Fähre „ Pride of Hull“ gehen. Um 21.00 Uhr legte sie ab. Alle richteten sich zuerst einmal in ihren Kabinen ein, später erkundeten wir das große Schiff. Manche aus der Gruppe wechselten ihr Geld um und konnten so schon mal ihr Englisch trainieren. Viele von uns gingen aufs Deck und genossen die wundervolle Aussicht. Abends gab es in der Lounge ein kleines Konzert, gegen 22.00 Uhr war Bettruhe. Nach einer ruhigen Überfahrt wurden wir am nächsten Morgen  durch eine Lautsprecheransage geweckt und gingen alle ziemlich müde zum großen Frühstücksbüfett. Da kamen uns manche der angebotenen Speisen recht fremd und britisch vor, z. B. „ baked beans on toast“. Gegen 8.30 Uhr legte unser Schiff am Fährhafen von Hull an, die meisten von uns betraten zum allerersten Mal englischen Boden.

 

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Jetzt war es nicht mehr weit, die Spannung stieg. Der Bus, der uns zur Holmfirth High School bringen sollte, wartete schon auf uns. Das Wetter war wunderbar, und wir lernten die interessante Landschaft Yorkshires im schönsten Sonnenschein kennen. Als wir in den Schulhof einbogen, erwarteten uns die  englischen Lehrer schon. Sie verstauten unsere Koffer, und wir machten uns auf die Wanderschaft, um die Innenstadt von Holmfirth zu besichtigen. Wir hatten genug Zeit, die kleine Stadt zu erkunden und uns bei der Touristeninformation Prospekte zu holen. Später fuhren wir mit dem Bus zurück zur Schule, wo wir schon erwartet wurden. Alle waren ziemlich aufgeregt, hatten teilweise auch etwas Angst, die sich aber ganz schnell legte, als sie ihre Partner und ihre Familien kennen lernten. Manche haben sich noch am ersten Abend mit den anderen und ihren Austauschpartnern getroffen.

 

Am ersten Tag besuchten wir York und besichtigten dort das Castle Museum, das York Minster oder das National Railway Museum und das Jorvik, ein Wikinger- Museum. Die letzten zwei Stunden durften wir dann noch durch die engen, mittelalterlichen Straßen der Stadt bummeln. - Am Donnerstag, einem sonnigen, aber sehr stürmischen Tag, fuhren wir nach Bradford. In dem großen Medien- Museum sahen wir einen 3D Film über die Weltraumstation. Danach sind wir mit dem Bus zur Bolling Hall gefahren, einem alten Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, wo alle Räume unverändert erhalten wurden, um einen Eindruck des damaligen Lebens zu geben. -  Am Freitag durften wir dann einen ganzen Tag in der Schule miterleben, was sehr spannend war. Es gab viele Diskussionen über Vorteile und Nachteile von Schuluniformen, viele von uns fanden Uniformen gut. Am Samstag und Sonntag haben die meisten etwas mit ihren Gastfamilien unternommen. Manche waren  im großen  Einkaufszentrum von Medow Hall in Sheffield, andere in Manchester und haben sich die Stadt angeguckt. Am Sonntag sind einige mit ihren Familien ins Restaurant gegangen. Eine Familie hat sogar einen Wochenendtrip nach London unternommen.

 

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 Am Montag erkundeten wir den kleinen Kurort Whitby an der Nordseeküste. 99 Stufen mussten wir zur Whitby Abbey,  einer alte Klosterruine,  hochklettern. Um wieder Kraft zu tanken haben wir danach in einem traditionellen Restaurant Fisch and Chips gegessen. Dann wurden noch letzte Mitbringsel gekauft und durch die Läden gebummelt. Es war der letzte Tag mit unseren Partnern. Fast alle aus der Gruppe haben sich abends getroffen. Die Engländer haben uns zum Abschied einen Kuchen gebacken und Pizza bestellt, wir waren ganz gerührt.

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Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen. Alle waren traurig und wollten am liebsten noch länger in England bleiben, manche haben sogar geweint, weil ihnen die Engländer wirklich ans Herz gewachsen waren.

Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhren wir mit dem Bus nach Leeds. Dort durften wir nach dem Besuch des Royal Armouries Museums nochmal einkaufen. Leeds hat viele tolle Geschäfte und  Einkaufspassagen.

Nach diesem letzten Stadtbummel sind wir mit dem Bus zum Fährhafen von Hull gefahren. Wir mussten diesmal nicht lange warten, denn unsere Fähre war schon da. Wir checkten ein, gaben unsere Koffer ab und gingen auf das große Schiff. Es lief genauso ab wie auf der Hinreise. Nach einer kurzen Nacht (die Zeit wurde wegen der continental time eine Stunde vorgestellt) kamen wir in Rotterdam an. Auf der Busfahrt nach Braunschweig konnten wir in aller Ruhe unsere Erlebnisse austauschen und Tagebuch schreiben. So schön die Reise war, am Ende haben wir uns alle auf unsere Familien gefreut.

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Auf dem Parkplatz unserer Schule wurden wir auch schon sehnsüchtig erwartet.

Wir hoffen alle, dass viele Engländer auch zu uns nach Deutschland kommen. Darüber würde sich unsere ganze Gruppe riesig freuen! Dann wäre der Englandaustausch wirklich perfekt.

 

 

Laura Willgeroth und Karina Greb

 

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